Letzte Aktualisierung 05.12.2010 14:59

Liebe Kolleginnen und Kollegen.

 

Seit dem 01.12.2010 ist es leider endgültig. Die Produktion für Temperaturfühler und -messumformer sowie Durchflussmesstechnik gibt es nicht mehr in Alzenau. Durchfluss ist nach Göttingen und der Rest nach Minden verlangert worden. Die Ära der Temperaturmesstechnik von ABB verlässt das Rhein-Main Gebiet.

Wir wünschen all unseren Koleginnen und Kollegen alles Gute für ihre weitere Zukunft.


Diejenigen, die immer nur das Mögliche fordern, erreichen gar nichts.
Diejenigen, die aber das Unmögliche fordern, erreichen wenigstens das Mögliche.
(Michail Bakunin)



30.06.2010
Sozialplan für ABB Instrumentation abgeschlossen

29.06.2010
4. Warnstreik

14.06.2010
Neuer Warnstreikaufruf der IG-Metall

21.06.2010
Bilder und Fernsehberichte vom Warnstreik sind online!

17.06.2010
Warnstreikaufruf der IG-Metall für den 21.06.2010

08.06.2010
Neuer Pressebericht

07.06.2010
Bilder vom Warnstreik sind online!

26.05.2010:
Bilder vom Warnstreik sind online!


 

Mehr dazu unter Presseberichte

 

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Auch das 4.Treffen zwischen der Arbeitgeberseite und  den Betriebsratsvertretern der Standorte Alzenau, Minden und Göttingen zum Interessenausgleich nahmen über 100 Kolleginnen und Kollegen aus Alzenau zum Anlass, um erneut auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Sie unterbrachen kurzzeitig die Verhandlung um unter anderem die nachstehende Petition zu verlesen.

Neben dieser Petition wurden auch noch weitere Protestschreiben gegen die Verlagerung der Produktion von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen verlesen.

 


Nicht "99" sondern "236" Luftballons am Alzenauer Himmel

 

  

 Das 3. Treffen zwischen der Arbeitgeberseite und  den Betriebsratsvertretern der Standorte Alzenau, Minden und Göttingen zum Interessenausgleich nahmen die Kolleginnen und Kollegen aus Alzenau zum Anlass, um erneut auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Mit den 236 Luftballons wollte man zeigen, wie zukünftig die 236 Arbeitsplätze am Standort Alzenau, geht man von den Vorstellungen der Arbeiotgeberseite aus, in alle Winde zerschlagen werden sollen.

Nur wenige dieser Arbeitsplätze werden nach den Vorstellungen der Arbeitgeberseite in Alzenau bzw. im Rhein-Main Gebiet verbleiben.

Arbeitsplatzangebote in Minden und Göttingen scheinen auch keine Garantie zu sein. Diese "freien" Stellen werden offiziell ausgeschrieben. Somit kann sich kein Alzenauer, dessen Arbeitsplatz nach Minden oder Göttingen abwandert, sicher sein auch dort weiterbeschäftigt zu werden. Vieleicht muß er mit einem in Minden oder Göttingen abgebauten Kollegen um diese Stelle kämpfen. 

In den kommenden Tagen wird der Betriebsrat in Alzenau sowie auch die Betriebsräte der beiden anderen Standorte die neuen Unterlagen der Arbeitgeberseite prüfen und kritisch analysieren. In diesen Unterlagen soll deutlicher zu erkennen sein, welcher Arbeitsplatz nach Göttingen, Minden oder innerhalb des Rhein-Main Gebietes abwandern wird.

Medieninfo IG Metall 21.04.2010


Auch zum 2. Treffen am 13.04.2010 konnte die Arbeitgeberseite kein konkretes Planungskonzept bezüglich Interessenausgleich vorlegen.

Die Arbeitgebervertreter wurden auf fehlerhafte bzw. fehlende Angaben hingewiesen und zur Nachbesserung aufgefordert.


Aktion zum Start der Verhandlungen am 24.03.2010


Der Betriebsrat und die Belegschaft vom Standort Alzenau haben zum Start der Ver-handlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan nochmals ihr Unverständnis zur geplanten Verlagerung der Produktion nach Minden und Göttiungen zum Ausdruck gebracht.

In einer Ansprache des Betriebsrates, in der nochmals auf das Risiko der geplanten Ver-lagerung hingewiesen wurde, forderte man die Vertreter der Geschäftsleitung auf sich ihrer Verantwortung bewußt zu sein und die Verhandlung zum Wohle der Alzenauer Kolleginnen und Kollegen zu führen.

Anschließend wurden die von der Verlagerung betroffenen Produkte in einen Sarg gelegt und somit symbolisch die Produkte nach der geplanten Verlagerung der Produktion nach Minden und Göttingen zu Grabe getragen.

         

Im Laufe der anschließenden Sitzung, legten die Arbeitgebervertreter den Betriebsräten aus Alzenau, Minden und Göttingen (Instumentsausschuß) ihr Konzept zum Interssenausgleich sowie einen Vorschlag zum Sozialplan vor.

Der Interessenausgleich wurde besprochen . Ein Fragenkatalog wurde von den Betriebsräten erstellt und den Arbeitgebervertretern übermittelt.

.Weitere Bilder in der Bildergalerie


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Unterschriftenaktion auf Transparent
Unmittelbar nach der heutigen Betriebsversammlung haben über 150 Kolleginnen und Kollegen das Transparent „Eine Region steht auf - ABB und AMAT kämpfen" am Zaun des Werksgeländes von ABB Alzenau angebracht und per Unterschrift das eigene Engagement für den Erhalt des Produktionsstandorts ABB Alzenau dokumentiert.

„Eine Region steht auf - ABB und AMAT kämpfen“

        

 

Zuvor war auf der Betriebsversammlung das wirtschaftliche Gutachten der fachlichen Berater des Betriebsrats vorgestellt worden. Die Berater von EWR Consulting waren zu dem Ergebnis gekommen, dass die wirtschaftlichen Vorteile einer Verlagerung der Produktion von Alzenau nach Göttingen und Minden gegenüber den Risiken sehr gering sind. Da der Standort Alzenau im Besitz von ABB ist, ist gar kein wirtschaftlicher Vorteil für ABB erkennbar, da eine Weitervermietung in absehbarer Zeit äußerst unwahrscheinlich ist. Ein gewisser Personalabbaubedarf an allen drei Standorten wurde von den Beratern zwar anerkannt, es sei aber durch relativ wenige Maßnahmen möglich, den gleichen wirtschaftlichen Vorteil auch ohne Verlagerung der Produktion zu erreichen.

Wir erwarten vom Management die versprochene ernsthafte Prüfung und ein Eingehen auf unsere Alternativvorschläge. Wenn das Management sich dem verweigert, werden wir den Druck verstärken müssen. Deshalb ist die Antwort des Managements auf die Analyse der wirtschaftlichen Berater des Betriebsrats am kommenden Montag von erheblicher Bedeutung.

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Horst Seehofer will Erhalt der
Arbeitsplätze in der Region
Alzenau unterstützen

  

Am heutigen Mittwoch, 3.2.2010, haben der Betriebsrat und mehrere Kolleginnen und Kollegen der ABB Automation Products GmbH  den bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer vor der Firma Continental in Alzenau empfangen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Firma AMAT (Applied Materials), die ebenfalls für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze in Alzenau streiten, haben wir Horst Seehofer ein riesiges Transparent mit der Aufschrift "Eine Region steht auf - ABB und AMAT kämpfen" entgegen gehalten. Susanne Nagel, Betriebsratsvorsitzende von ABB Alzenau, hat dem Ministerpräsidenten die Situation erläutert. "ABB will die Produktion aus Alzenau nach Göttingen und Minden verlagern. Hier sollen fast 200 Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsplatz verlieren, obwohl völlig klar ist, dass ohne unser Know-how die Fortsetzung der Produktion gefährdet ist. Setzen Sie sich dafür ein, dass dieser Irrsinn gestoppt wird."
Horst Seehofer hat seinerseits gesagt, dass es schlimm sei, dass die Beschäftigten die Folgen des Handelns der Krisenverursacher zu tragen haben. Seine Möglichkeiten sehe er als begrenzt an, aber er wolle sich für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen.
Der Ministerpräsident war nach Alzenau gekommen, um sich die Ergebnisse der Wirtschaftsförderung durch die bayrische Landesregierung in der Region erläutern zu lassen.

 

 

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Betriebsrat ABB Alzenau